Ehemaliger Verkehrsminister Erwin Lanc verstorben

Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur trauert um eine engagierte und beliebte Führungsfigur. Erwin Lanc, von 1973 bis 1977 Verkehrsminister unter Bundeskanzler Bruno Kreisky, ist am 29. März 2025 im Alter von 94 Jahren verstorben.
Im Rahmen seiner Amtszeit und weit darüber hinaus setzte er sich unermüdlich für die Anliegen der Menschen in Österreich ein. Soziale Gerechtigkeit war ihm dabei stets ein zentrales Anliegen. Unter den Mitarbeiter:innen des Bundesministeriums genoss er höchsten Respekt.
Als Verkehrsminister brachte Lanc wichtige Reformen wie den „Öffi“-Ausbau auf den Weg, viele bedeutsame Projekte konnten unter seiner Leitung erfolgreich umgesetzt werden. Er trug maßgeblich zur Anschnallpflicht in Österreich bei, die 1976 eingeführt wurde, damals ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr. Die Entscheidung war nicht unumstritten, aber letztlich ein Meilenstein. In seinem gesamten Wirken war Erwin Lanc ein Mann der Weitsicht, dessen verkehrspolitische Weichenstellungen bis heute nachwirken.
In den 1970er- und 1980er-Jahren diente Lanc auch als Bundesminister für Inneres und schließlich für Auswärtige Angelegenheiten. Auch nach seinem Rückzug aus der Tagespolitik blieb Lanc eine starke Stimme für demokratische Werte, Menschenrechte und den internationalen Frieden, unter anderem als Präsident des International Institute for Peace.
Privat engagierte sich der begeisterte Sportler Erwin Lanc unter anderem als Vizepräsident der Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich (ASKÖ) und als langjähriger Präsident des Österreichischen Handball- und Faustballbundes.